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Einsätze mit dem SEF

Polizeimission bei den Vereinten Nationen [©EDA]

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Abteilung Menschliche Sicherheit, Expertenpool  
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Expertenpool für zivile Friedensförderung

Die Mitglieder des Schweizerischen Expertenpools für zivile Friedensförderung (SEF) werden für friedensfördernde Einsätze von internationalen Organisationen entsendet. Mit seinen Experten beteiligt sich der SEF auch an bilateralen Friedensoperationen des EDA. Die Einsatzgebiete sind vielfältig, beispielsweise Wahlbeobachtung oder Beratung in Bereichen wie Rechtsstaatlichkeit, Polizei und Mediation.

Neuer Umgang mit Konflikten

Mitte der 90er-Jahre stellte die internationale Gemeinschaft fest, dass der traditionelle Ansatz zur Friedenssicherung, der sich im Wesentlichen auf militärische Einsätze zur Beaufsichtigung von Waffenstillstandsabkommen beschränkte, zur Lösung moderner bewaffneter Konflikte nicht mehr genügt. 

Die zunehmende Zahl von UNO-Friedensoperationen und die bedeutendere Rolle der Zivilparteien in den Einsätzen nach dem Kalten Krieg zeigten, dass ziviles Expertenwissen für die Friedenssicherung, die Stabilisierung und den Wiederaufbau zentral ist. 

Die Schweiz ist aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung mit Einsätzen von zivilen Experten im Ausland, in der Friedensförderung und in Menschenrechtsfragen gut positioniert, um Einfluss auf den internationalen Dialog zu diesen Fragen zu nehmen und die menschliche Sicherheit vor Ort zu verbessern.

Einsatzbereiche des SEF (ohne Wahlbeobachtung)

Colombia (UNOHCHR) New York (ONU) Guatemala (CICIG) Indonesia (Human Security Adviser) Sri Lanka (UN-Volunteer Intern) Nepal (UNODA, UNHCR, UNOHCHR) Chine (Human Rights Adviser) Vietnam (Human Rights Adviser) Thailand (Bilateral deployments) Kyrgyzstan (OSCE) Tadschikistan (Human Rights Adviser) Kosovo (EULEX, UNDP, ICO) Bosnia & Herzegovina (EUPM) Wien (OSCE) Strasbourg (Council of Europe) Geneva (ONU) Lyon (INTERPOL) Brussels (EU) Burundi (UNDP) Tschad (Peace Building Adviser) Sudan and South Sudan (Assessment and Evaluation Commission) Niger Tunisia Libya Egypt Occupied Palestinian Territory (TIPH) Lebanon (UNOHCHR) Mali (EMP) Ivory Coast Sierra Leone (SCSL) Liberia (UNMIL)

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Jährlich erfolgen rund 200 Entsendungen für längere und kürzere Einsätze. Dies entspricht durchschnittlich 90 Stellen, die kontinuierlich mit Expertinnen und Experten aus der Schweiz besetzt werden.
Wahlbeobachtung

Zwischen 2008 und 2010 standen 252 Expertinnen und Experten aus der Schweiz bei 45 Wahlbeobachtungen in 33 Ländern im Einsatz. 

Diese Einsätze unter der Federführung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der Europäischen Union oder der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) sollen gerechte, freie, transparente und demokratische Wahlen gewährleisten. Gleichzeitig geht es darum, die demokratischen Strukturen und Prozesse zu stärken und so einen dauerhaften, sozial gerechten Frieden herbeizuführen.

Wirksamkeit und Visibilität

Die kontinuierliche Entsendung von Schweizer Expertinnen und Experten erwies sich als wirksames, sichtbares Instrumente zur Förderung des Friedens und der Menschenrechte durch die Schweiz. Zwei Beispiele für Einsätze:

  • Stärkung des Rechtsstaates im Kosovo
    Seit der Lancierung 2008 unterstützt die europäische Mission EULEX die kosovarische Regierung bei der Erarbeitung eines unabhängigen Rechtssystems und der verschiedenen Polizeiorgane. Ein Schweizer Experte wirkt bei dieser «Rechtsstaatlichkeitsmission» als Berater in allen Menschenrechtsfragen. Er beteiligte sich an der Schaffung des «Human Rights Panel». Dieses unabhängige Organ beaufsichtigt die Mission in Bezug auf Menschenrechtsfragen.
  • Internationale Untersuchung in Conakry (Guinea)
    Ende 2009 war ein Schweizer Experte Mitglied der UNO-Untersuchungskommission, die im Auftrag des UNO-Sicherheitsrates die Gewalttaten vom September 2009 in der guineanischen Hauptstadt Conakry untersuchte. Die Empfehlungen der Kommission führten nach einer Beratung im Sicherheitsrat zu einer Untersuchung am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag im Hinblick auf eine strafrechtliche Verfolgung.