Weitere Informationen
Schnellsuche
Sie befinden sich hier:
Reisehinweise Kambodscha
|
Letzte Aktualisierung: 02.05.2012 Unverändert gültig: |
Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. |
|
Grundsätzliche Einschätzung
|
||||||
Trotz der vordergründigen Stabilität bestehen gewisse soziale und politische Spannungen. Die Sicherheitslage kann sich in Kambodscha sehr schnell ändern. Streiks und Ausschreitungen können nicht ausgeschlossen werden.
Verhalten Sie sich deshalb risikobewusst und informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die aktuelle Situation. Meiden Sie Demonstrationen, Wahlveranstaltungen und generell grössere Menschenansammlungen jeder Art.
Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.
Kambodscha ist als eines der am stärksten verminten Länder der Welt aus dem Bürgerkrieg hervorgegangen. Am meisten betroffen sind die Provinzen entlang der thailändischen Grenze (auch die Provinz Siem Reap). In den östlichen Grenzgebieten gibt es noch unexplodierte Bomben aus dem Vietnamkrieg. Beschränken Sie sich deshalb auf die üblichen Touristenziele und halten Sie sich dabei an häufig benutzte Strassen. Folgen Sie auch bei individellen Besichtigungen der Tempelanlagen von Angkor Wat den vorgeschlagenen Rundwegen.
Grenzgebiet zu Thailand: Die Lage in dieser Region ist gespannt. Kambodschanische und thailändische Truppen stehen sich beim Tempel Preah Vihear gegenüber. Dort und an anderen Grenzabschnitten ist es seit 2008 wiederholt zu Schusswechseln und Verhaftungen gekommen. Lassen Sie bei Reisen in die gesamte Grenzzone erhöhte Vorsicht walten, und erkundigen Sie sich bei Ihrem Reisebüro oder den lokalen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage. Meiden Sie die Gebiete um die Tempel Preah Vihear, Ta Krabei ( auchTa Kwai genannt) und Ta Moan (Ta Muen) grossräumig.
Die Kriminalität ist aufgrund der allgemeinen Armut relativ hoch. Gegen lokale Geschäfte und Privatpersonen sind wiederholt kleinere Anschläge krimineller Natur verübt worden. Touristen werden vermehrt Opfer von Diebstählen und bewaffneten Raubüberfällen, vor allem in Phnom Penh, Sihanoukville und Siem Reap. Beachten Sie unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:
- Erkundigen Sie sich bei der Reiseleitung, im Hotel oder bei Geschäftspartnern über die lokalen Gegebenheiten, insbesondere ob es Quartiere gibt, die gemieden werden sollten.
- Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
- Deponieren Sie Ihre Dokumente im Hotelsafe; tragen Sie jedoch immer eine Fotokopie des Reisepasses auf sich.
- Verzichten Sie nach Einbruch der Dunkelheit auch in den Städten auf Spaziergänge sowie Fahrten mit Motorrad- und Fahrradtaxis. Benutzen Sie auch tagsüber vorzugsweise Auto-Taxis.
- Unternehmen Sie Überlandfahrten ausschliesslich tagsüber und vorzugsweise in Gruppen von mehreren Fahrzeugen.
- Nehmen Sie keine Einladungen von Unbekannten an. Immer wieder werden Reisende Opfer von Falschspielerbanden, die Touristen unter irgend einem Vorwand zu sich nach Hause einladen, um sie dort zu Geldspielen zu nötigen. Da Glücksspiele ausserhalb der wenigen staatlich bewilligten Kasinos verboten sind, machen sich die Geschädigten sogar noch strafbar.
- Frauen wird empfohlen, sich konservativ zu kleiden, um Belästigungen zu vermeiden.
Das Unfallrisiko auf den Strassen ist hoch. Mit Ausnahme der Strecke von Phnom Penh nach Sihanoukville (Kampong Saom) und der anderen Hauptverkehrsaxen sind die Strassen grösstenteils in schlechtem Zustand und nicht asphaltiert. Mangelhaft gewartete Fahrzeuge und das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer bilden zusätzliche Risiken. Auch aus diesen Gründen wird von nächtlichen Überlandfahrten abgeraten.
Die Boote auf dem Tonle-Sap-Fluss und die Eisenbahn sind schlecht gewartet, und die Sicherheitsvorkehrungen sind mangelhaft. Boots- und Zugsfahrten sind deshalb nicht empfehlenswert. Siem Reap wird am besten per Flugzeug angereist.
Beleidigungen der königlichen Familie sind strafbar. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Gefängnisstrafen geahndet. Die Haftbedingungen sind prekär: unzulängliche hygienische Verhältnisse und medizinische Versorgung etc.
Kambodscha ist ein vorwiegend buddhistisches Land. Passen Sie Kleidung und Verhalten den lokalen Gepflogenheiten und religiösen Empfindungen an.
Während der Regenzeit (Mai/Juni bis Oktober/November) können vor allem im Mekong-Tal Überschwemmungen vorkommen. Es muss dann mit Infrastrukturschäden und Behinderungen gerechnet werden. Auch der Reiseverkehr kann vorübergehend beeinträchtigt werden.
Mékong River Commission
Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter, beachten Sie die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden.
Weltorganisation für Meteorologie (WMO)
Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.
Eine medizinische Grundversorgung ist nur in Phnom Penh und Siem Reap gewährleistet. Personen mit einem negativen Rhesusfaktor können unter Umständen nur mit Schwierigkeiten eine Bluttransfusion erhalten. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland behandelt werden (Thailand oder Europa). Eigenes Verbandsmaterial und Wegwerfspritzen können sich als nützlich erweisen.
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Neben anderen (Tropen-)Krankheiten tritt auch Tuberkulose auf.
Notruf Polizei: 117
Notruf Sanität: 119
Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung wenden.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausschluss der Haftung
Beachten Sie auch die zusätzlichen, allgemein gültigen Reise-Informationen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.


